Warum du englische Wörter genau dann vergisst, wenn du sie brauchst
Kennst du das Gefühl, wenn dir ein Wort „auf der Zunge liegt“, du es aber nicht sagen kannst? Dieses Problem liegt nicht am fehlenden Wortschatz, sondern am Zugriff unter Druck. In diesem Artikel erfährst du, wie dein Gehirn beim Sprechen funktioniert und warum Blockaden entstehen. Entdecke praktische Tipps, um schneller auf Wörter zuzugreifen und flüssiger Englisch zu sprechen.
Liz Aldam
3/26/20264 min lesen
Manchmal, wenn ich von etwas wirklich begeistert bin (eine Anekdote, eine Geschichte, die ich erzählen möchte), besonders auf Portugiesisch, geht plötzlich alles schief. Ich verliere meine Worte.
Gerade dann, wenn es mir wichtig ist und ich es gut erklären möchte, ohne Details zu vergessen.
Also was mache ich?
Ich fange an, schneller zu sprechen.
Ich versuche, alles zu sagen, alles gleichzeitig im Kopf zu behalten…
Und je mehr ich es versuche, desto mehr verschwinden die Wörter.
Einfache Wörter. Wörter, die ich perfekt kenne. 😕
Und trotzdem, genau in dem Moment, in dem ich sie brauche… nichts. 🤷♀️
Kennst du dieses Gefühl?
Sie sind nicht weit weg. Sie sind da.
In deinem Kopf. Fast schon auf deiner Zunge.
Aber irgendetwas hält sie zurück.
Also zögere ich, suche, verliere den Faden.
Und am Ende gebe ich auf und vermassle die ganze Geschichte. 😓
Die arme Person, die zuhört, versteht nicht wirklich… 🤔
Und ich bleibe frustriert und leicht genervt von mir selbst zurück.
Und dann, natürlich, ein paar Minuten später, kommt alles zurück. Perfekt. Genau das, was ich hätte sagen sollen.
So frustrierend, oder? 😅
Du kennst das Wort.
Du hast es schon gesehen.
Du hast es schon benutzt.
Du würdest es sofort erkennen, wenn du es hörst.
Aber in dem Moment… ist es weg.
👉 Du pausierst
👉 Du suchst
👉 Du spürst, wie der Druck steigt
Und je mehr du versuchst, es zu finden… desto weiter entfernt es sich.
Ein paar Minuten später?
Es kommt zurück. Ganz mühelos.
Und genau das ist der frustrierendste Teil.
Du hast das Wort nicht vergessen.
Also was ist passiert?
🧠 Das Problem ist nicht dein Gedächtnis. Es ist der Zugriff
Die meisten Lernenden denken:
„Ich muss mehr Vokabeln lernen.“
Aber in vielen Fällen ist das nicht das eigentliche Problem. Du kennst das Wort bereits.
Das Problem ist:
❌ du kannst im richtigen Moment nicht darauf zugreifen
Das nennt man ein Abrufproblem, kein Wissensproblem.
Dein Gehirn hat das Wort.
Aber unter Druck findet es es nicht schnell genug.
⚡ Was in deinem Gehirn passiert, wenn du sprichst
Eine Fremdsprache zu sprechen ist keine einfache Aufgabe.
Dein Gehirn macht mehrere Dinge gleichzeitig:
• Vokabeln suchen
• Sätze bilden
• Grammatik überprüfen
• Aussprache kontrollieren
• über Bedeutung nachdenken
• auf die andere Person reagieren
Alles in Echtzeit.
Jetzt kommt noch Druck dazu:
• jemand wartet
• du willst keine Fehler machen
• du möchtest natürlich klingen
Dein Gehirn ist überlastet.
Und was passiert dann?
👉 Der Zugriff auf Wörter wird weniger effizient
😰 Warum es in Gesprächen schlimmer wird
Du hast wahrscheinlich gemerkt:
Du erinnerst dich leichter an Wörter, wenn:
• du allein bist
• du schreibst
• du Zeit zum Nachdenken hast
Aber im Gespräch?
Wird alles schwieriger.
Denn Sprechen bedeutet:
• Geschwindigkeit
• Interaktion
• Unvorhersehbarkeit
Es gibt keinen Pause-Knopf.
Und das erzeugt Druck.
❌ Druck löscht dein Wissen nicht
✅ Er blockiert den Zugriff darauf
🔁 Der „liegt mir auf der Zunge“-Effekt
Das passiert auch in deiner Muttersprache.
Du kennst das:
😛 „Es liegt mir auf der Zunge…“
In einer Fremdsprache passiert das häufiger, weil:
• dein Wortschatz weniger automatisiert ist
• dein Gehirn aktiver suchen muss
• es mehr Konkurrenz zwischen Wörtern gibt
Deshalb fühlt sich die Blockade stärker an.
🧩 Warum mehr Vokabeln lernen nicht immer die Lösung ist
Viele Lernende denken:
„Ich muss mehr Vokabeln lernen.“
Aber mehr Wörter zu kennen bedeutet nicht automatisch, schneller darauf zugreifen zu können.
Du kannst einen großen Wortschatz haben…
…und trotzdem Schwierigkeiten haben, ihn im richtigen Moment zu benutzen.
✅ Was dir wirklich hilft, Wörter schneller abzurufen
Das Ziel ist nicht nur, Wörter zu lernen.
Sondern sie leichter zugänglich zu machen.
1. Sprich etwas langsamer ✋
Wenn du langsamer wirst:
• hat dein Gehirn mehr Zeit
• werden deine Gedanken klarer
• fällt der Zugriff leichter
Du musst nicht langsam sprechen.
Nur… nicht zu schnell.
❌ Geschwindigkeit blockiert
✅ Kontrolle hilft
2. Beschreibe statt zu suchen
Wenn dir ein Wort nicht einfällt:
Keine Panik (leichter gesagt als getan 😀). Beschreibe es.
Zum Beispiel:
👉 “It’s the thing you use to…”
👉 “It’s like…”
👉 “You know, when you…”
Das hält das Gespräch am Laufen und reduziert den Druck.
Und oft kommt das Wort ganz von selbst zurück.
3. Trainiere den Abruf, nicht nur das Gedächtnis
Statt Wörter nur zu lernen, benutze sie aktiv
Zum Beispiel:
• laut sprechen
• Fragen ohne Vorbereitung beantworten
• deinen Tag beschreiben
• einfache Ideen schnell erklären
So trainierst du dein Gehirn, schneller auf Wörter zuzugreifen.
4. Akzeptiere Unperfektheit im Moment (schwierig… wir wollen alle perfekt sein 😊)
Viele Lernende blockieren sich, weil sie wollen:
• das perfekte Wort
• den perfekten Satz
Aber Kommunikation braucht keine Perfektion. Sie braucht Klarheit. 👌
Ein einfaches Wort jetzt ist besser als ein perfektes Wort zu spät
5. Reduziere den Druck (so gut es geht)
Druck ist einer der größten Feinde beim Abrufen von Wörtern. 🤯
Versuche:
• dich auf die Botschaft zu konzentrieren, nicht auf die Form
• Pausen zu akzeptieren
• dir Zeit zum Denken zu geben
Je weniger Druck du fühlst, desto leichter wird der Zugriff
💭 Ein letzter Gedanke
Wenn Wörter verschwinden, bedeutet das nicht:
❌ dein Englisch ist schlecht
❌ du hast nicht genug gelernt
Es bedeutet:
✅ dein Gehirn ist überlastet
✅ der Zugriff ist vorübergehend blockiert
Und das ist völlig normal. Mein Gehirn ist immer so 🤯… stell dir das mal auf Portugiesisch vor! 😁
Flüssigkeit bedeutet nicht, mehr Wörter zu kennen.
Es bedeutet, die Wörter zu benutzen, die du schon kennst — genau dann, wenn es darauf ankommt.
👉 Wenn du selbstbewusster und flüssiger Englisch sprechen möchtest — auch in echten Situationen — kann ich dir helfen.
Ich bin Liz Aldam, Englischlehrerin mit über zwanzig Jahren Erfahrung und habe mit Unternehmen wie Yamaha, Faurecia und anderen gearbeitet. Ich lebe im Val-d’Oise in Frankreich und unterrichte online.
📲 Klick auf das WhatsApp-Symbol unten und schreib mir 😊
Liz Aldam – Englischlehrerin
Telefon: +33 6 16 90 60 38
Whatsapp: +55 (12) 98294-1433
© 2025. Alle Rechte vorbehalten.
4, Place Claude Debussy, 95820 Bruyères-sur-Oise, Frankreich
Entwickelt von:Vasconcelos Marketing
